Widerrufsrecht-Checker mit Fristen-Timeline

Widerrufs-Wegweiser mit Fristen-Timeline

Ein Vertrag ist schnell abgeschlossen, doch wenn man seine Entscheidung später bereut, beginnt oft die Unsicherheit: Kann ich noch widerrufen, läuft die Frist bereits oder greift vielleicht eine Ausnahme? Gerade bei Online-Käufen, telefonisch geschlossenen Verträgen oder digitalen Leistungen sind die Regeln nicht immer auf den ersten Blick verständlich.

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Unser Widerrufsrecht-Checker hilft Ihnen dabei, die wichtigsten Punkte strukturiert zu prüfen, Fristen besser einzuordnen und mögliche Sonderfälle frühzeitig zu erkennen. So erhalten Sie schnell eine erste Orientierung, bevor wertvolle Zeit verstreicht:

Interaktive Orientierung für Verbraucher

Widerrufsrecht prüfen und Widerrufsfrist berechnen

Der Widerrufsrecht-Checker führt Sie Schritt für Schritt durch typische Fragen rund um Online-Käufe, telefonisch geschlossene Verträge und Verträge außerhalb von Geschäftsräumen. Er verbindet einen visuellen Entscheidungsweg mit einer Fristen-Timeline und zeigt, ob ein Widerrufsrecht typischerweise in Betracht kommt, ein Sonderfall vorliegen kann oder eine individuelle Prüfung sinnvoll ist.

Für die Prüfung werden keine Dokumente hochgeladen und keine Namen, Anschriften oder Kontaktdaten benötigt. Die spätere Berechnung erfolgt ausschließlich im Browser.

  • Widerrufsrecht einordnen Typische Voraussetzungen und Ausschlussgründe strukturiert prüfen.
  • Widerrufsfrist berechnen Relevanten Fristbeginn und voraussichtliches Fristende bestimmen.
  • Fristen-Timeline anzeigen Vertrag, Erhalt oder Leistungsbeginn, Fristbeginn und Fristende visualisieren.
  • Ampel-Auswertung Grün, Gelb oder Rot erleichtern die erste Einordnung des Falls.

So funktioniert der Wegweiser

Vier Prüfstationen bis zur Auswertung

Das gesetzliche Widerrufsrecht hängt nicht allein von einem Datum ab. Entscheidend sind unter anderem die beteiligten Vertragsparteien, die Art des Vertragsschlusses, der Vertragsgegenstand und mögliche gesetzliche Sonderfälle.

Entscheidungsweg des Widerrufsrecht-Checkers Der Checker prüft nacheinander die Vertragsparteien, die Art des Vertragsschlusses, den Vertragsgegenstand und mögliche Ausnahmen vom Widerrufsrecht. 1 Verbraucher + Unternehmer? 2 Wie wurde der Vertrag geschlossen? 3 Ware, Dienstleistung oder digital? 4 Ausnahme oder vorzeitiges Erlöschen?
Der Rechner trifft keine rechtsverbindliche Entscheidung. Er ordnet typische Verbraucherfälle nach den von Ihnen ausgewählten Merkmalen ein.
  1. Vertragsparteien bestimmen

    Das typische gesetzliche Widerrufsrecht nach den Vorschriften über Fernabsatz- und außerhalb von Geschäftsräumen geschlossene Verträge betrifft insbesondere Verträge zwischen Verbrauchern und Unternehmern.

  2. Abschlussart prüfen

    Online-, Telefon- und andere Fernabsatzverträge werden anders behandelt als ein gewöhnlicher Einkauf unmittelbar in einem Ladengeschäft.

  3. Fristbeginn ermitteln

    Bei Waren kann insbesondere der Erhalt der Ware maßgeblich sein, während bei anderen Vertragsarten andere Zeitpunkte relevant sein können.

  4. Sonderfälle berücksichtigen

    Personalisierte Waren, bestimmte Terminleistungen, entsiegelte Waren oder bereits vollständig erbrachte Dienstleistungen können die Beurteilung verändern.

Ihre Angaben

Widerrufsfall Schritt für Schritt prüfen

Beantworten Sie nur Fragen, die Sie anhand Ihrer Vertragssituation sicher beantworten können. Bei Unsicherheit steht bei wichtigen Fragen eine entsprechende Auswahl zur Verfügung.

Wer hat den Vertrag geschlossen? Grundlage für die erste Einordnung des Widerrufsrechts.

Gemeint ist hier der typische Fall, dass Sie als Privatperson für überwiegend private Zwecke bei einem gewerblichen Anbieter gekauft oder eine Leistung bestellt haben.

Wie wurde der Vertrag geschlossen? Die Abschlussart ist für ein typisches Widerrufsrecht besonders wichtig.

Ein Kauf in einem Ladengeschäft führt nicht allein deshalb zu einem gesetzlichen Widerrufsrecht, weil Sie Ihre Entscheidung später ändern.

Worum geht es im Vertrag? Der Vertragsgegenstand beeinflusst den möglichen Fristbeginn und Sonderregeln.

Für Finanzdienstleistungen, Verbraucherdarlehen, Versicherungen und bestimmte weitere Vertragstypen können besondere Widerrufsregeln gelten. Der Checker kennzeichnet solche Fälle deshalb als gesondert zu prüfen.

Welche Daten sind für die Frist relevant? Die Datumsangaben ermöglichen später die grafische Fristen-Timeline.

Geben Sie den Tag ein, an dem der Vertrag geschlossen wurde.

Bei getrennten Lieferungen kann für den Fristbeginn die letzte Ware oder letzte Teilsendung maßgeblich sein; bei regelmäßigen Warenlieferungen kann es die erste Ware sein.

Tragen Sie bei einer einzelnen Lieferung den Erhalt der Ware ein. Bei mehreren getrennten Waren oder Teilsendungen ist regelmäßig der gesetzlich relevante letzte Empfang maßgeblich; bei regelmäßiger Lieferung die erste Ware.

Wurden Sie über das Widerrufsrecht informiert? Eine ordnungsgemäße Information kann für den Beginn der Widerrufsfrist entscheidend sein.

Relevant insbesondere dann, wenn die Information erst nach dem sonst maßgeblichen Fristbeginn übermittelt wurde. Lassen Sie das Feld leer, wenn das Datum unbekannt ist.

Liegt möglicherweise eine gesetzliche Ausnahme vor? Wählen Sie nur Punkte aus, die tatsächlich auf Ihren Vertrag zutreffen.

Bestimmte Verträge sind vom typischen Widerrufsrecht bei Fernabsatz- oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen ausgenommen. Die folgende Liste enthält wichtige, aber nicht sämtliche denkbaren Sonderfälle.

Dienstleistung: Wurde bereits vollständig geleistet? Nur relevant, wenn Sie oben „Dienstleistung“ ausgewählt haben.
Digitaler Inhalt: Hat die Bereitstellung bereits begonnen? Nur relevant für digitale Inhalte ohne körperlichen Datenträger.
Bereit für die Auswertung?

Der Checker kombiniert Ihre Angaben zu einer Orientierung und erstellt daraus Status, Fristberechnung, Timeline und Hinweise auf mögliche Sonderfälle.

Auswertung

Ihr Widerrufs-Status auf einen Blick

Die spätere Auswertung unterscheidet bewusst zwischen einer typischen positiven Einordnung, Sonderfällen mit Prüfbedarf und Konstellationen, bei denen ein gesetzliches Widerrufsrecht nach den hier geprüften Regeln eher nicht vorliegt.

Aktueller Status

Noch keine individuelle Auswertung

Beantworten Sie die Fragen und starten Sie anschließend die Prüfung.

Einordnung des Widerrufsrechts

Ergebnis aus Vertragsart, Abschlussweg und Sonderfällen.

Noch nicht berechnet. Der Checker kann unter anderem anzeigen, dass ein Widerrufsrecht typischerweise in Betracht kommt, eine Ausnahme möglich ist oder der Fall außerhalb der Standardprüfung liegt.

Voraussichtliche Widerrufsfrist

Fristbeginn und Fristende werden getrennt ausgewiesen.

Maßgebliches Ausgangsdatum
Noch nicht berechnet
Berechneter Fristbeginn
Noch nicht berechnet
Voraussichtliches Fristende
Noch nicht berechnet
Verbleibende Zeit
Noch nicht berechnet

Sonderfälle und Warnhinweise

Ausnahmen und unsichere Angaben werden gesondert hervorgehoben.

  • Keine individuelle Prüfung gestartet Nach der Berechnung erscheinen hier die für Ihre Auswahl relevanten Hinweise.

Nächste sinnvolle Schritte

Die Auswertung zeigt nicht nur einen Status, sondern auch praktische Prüfpunkte.

  1. Vertrags- und Lieferdatum prüfen Bewahren Sie Bestellbestätigung, Rechnung und Liefernachweis auf.
  2. Widerrufsinformation kontrollieren Prüfen Sie, wann und in welcher Form Sie die Informationen erhalten haben.
  3. Widerruf eindeutig erklären Ein Widerruf muss den Entschluss zum Widerruf eindeutig erkennen lassen; eine Begründung ist grundsätzlich nicht erforderlich.
  4. Nachweis der Absendung sichern Bewahren Sie einen geeigneten Nachweis über die rechtzeitige Erklärung beziehungsweise Absendung auf.

Visuelle Fristenkontrolle

Fristen-Timeline

Die Timeline macht sichtbar, welcher Zeitpunkt für Ihren Fall als Ausgangspunkt verwendet wird und wann die reguläre Widerrufsfrist voraussichtlich endet.

Widerrufsfrist als Zeitachse Die Zeitachse zeigt Vertragsschluss, den je nach Vertrag relevanten Empfang oder Leistungszeitpunkt, den Fristbeginn und das berechnete Fristende. 1 Vertrag Datum offen 2 Erhalt / Ereignis Datum offen 3 Fristbeginn Noch offen 4 Fristende Noch offen
Bei einer nach einem Ereignis berechneten Frist wird der Ereignistag bei der Fristberechnung grundsätzlich nicht mitgerechnet. Fällt der letzte Tag auf einen Sonnabend, Sonntag oder einen am maßgeblichen Ort staatlich anerkannten allgemeinen Feiertag, kann sich das Fristende auf den nächsten Werktag verschieben.
Visuelle Anzeige der verbleibenden Widerrufsfrist Ein Kreis zeigt nach der Berechnung die verbleibende Zeit innerhalb der regulären Widerrufsfrist an. Resttage
Die reguläre Widerrufsfrist beträgt grundsätzlich 14 Tage, sofern ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht und keine abweichende Sonderregel eingreift.

Warum die Frist nicht immer ab dem Kaufdatum läuft

Bei einem Verbrauchsgüterkauf beginnt die Widerrufsfrist grundsätzlich nicht bereits mit der Bestellung. Je nach Liefersituation kann insbesondere der Erhalt der Ware, der letzten Ware oder der letzten Teilsendung relevant sein.

Bei Dienstleistungen und digitalen Inhalten gelten andere Regeln. Außerdem beginnt die Frist bei den hier erfassten Fernabsatz- und Außergeschäftsraumverträgen nicht, bevor die erforderlichen Informationen zum Widerrufsrecht erteilt wurden.

Ampel-System

Was Grün, Gelb und Rot bedeuten

Grün: Widerrufsrecht kommt typischerweise in Betracht

Die eingegebenen Merkmale sprechen nach der Standardprüfung für eine typische Verbrauchersituation mit Widerrufsrecht und es wurde kein offensichtlicher Ausschlussgrund ausgewählt.

Gelb: Sonderfall oder zusätzliche Prüfung erforderlich

Angaben sind unsicher, besondere Vertragsarten sind betroffen oder es bestehen Hinweise auf einen gesetzlichen Ausschluss beziehungsweise ein mögliches vorzeitiges Erlöschen.

Rot: Standard-Widerrufsrecht eher nicht gegeben

Zum Beispiel kann ein reiner Privatkauf oder ein gewöhnlicher Kauf unmittelbar im Ladengeschäft außerhalb des hier geprüften gesetzlichen Standard-Widerrufsrechts liegen.

Die Ampel ist eine Orientierung und keine Aussage darüber, wie ein Gericht einen konkreten Einzelfall entscheiden würde.

Beispiel

So kann eine Fristen-Auswertung aussehen

Beispielsituation

  • Vertrag: Online-Kauf bei einem gewerblichen Händler
  • Vertragsgegenstand: gewöhnliche, nicht personalisierte Ware
  • Ware erhalten: 5. August 2026
  • Widerrufsinformation: ordnungsgemäß und rechtzeitig erhalten
  • Ausnahme: keine der im Checker genannten Ausnahmen ausgewählt

Beispielhafte Orientierung

Bei dieser vereinfachten Konstellation kommt ein gesetzliches Widerrufsrecht typischerweise in Betracht. Wird der 5. August als maßgebliches Ereignis zugrunde gelegt, wird dieser Tag bei der Ereignisfrist nicht mitgerechnet. Die 14-Tage-Frist würde im Beispiel grundsätzlich mit Ablauf des 19. August 2026 enden, sofern kein weiterer Sonderfall oder eine Verschiebung des Fristendes eingreift.

Wichtige Einordnung

Was der Widerrufsrecht-Checker berücksichtigt

Reguläre 14-Tage-Frist

Besteht ein gesetzliches Widerrufsrecht nach § 355 BGB, beträgt die Widerrufsfrist grundsätzlich 14 Tage. Für den konkreten Beginn können besondere Vorschriften maßgeblich sein.

Warenlieferungen

Bei einem Verbrauchsgüterkauf kann die Frist insbesondere mit Erhalt der Ware beginnen. Bei mehreren getrennt gelieferten Waren oder Teilsendungen kann der letzte relevante Empfang maßgeblich sein.

Fehlende Widerrufsinformation

Bei den hier geprüften Fernabsatz- und Außergeschäftsraumverträgen beginnt die Widerrufsfrist grundsätzlich nicht, bevor die gesetzlich erforderliche Widerrufsinformation erteilt wurde. § 356 BGB enthält zugleich Regeln zum spätesten Erlöschen des Widerrufsrechts und besondere Regelungen für einzelne Vertragsarten.

Samstag, Sonntag und Feiertag

Fällt der letzte Tag einer einschlägigen Frist auf einen Sonnabend, Sonntag oder einen am maßgeblichen Ort staatlich anerkannten allgemeinen Feiertag, kann nach § 193 BGB der nächste Werktag an dessen Stelle treten.

Dienstleistungen und digitale Inhalte

Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein zunächst bestehendes Widerrufsrecht bei vollständig erbrachten Dienstleistungen oder bei begonnenen digitalen Inhalten vorzeitig erlöschen. Deshalb fragt der Checker Zustimmung, Kenntnisbestätigung und Leistungserbringung getrennt ab.

Online-Widerrufsfunktion

Bei Fernabsatzverträgen, die über eine Online-Benutzeroberfläche geschlossen werden, kann zusätzlich die gesetzlich vorgesehene elektronische Widerrufsfunktion nach § 356a BGB relevant sein.

FAQ

Häufige Fragen zum Widerrufsrecht und zur Widerrufsfrist

Beginnt die 14-Tage-Widerrufsfrist immer am Tag des Kaufs?

Nein. § 355 BGB nennt zwar grundsätzlich eine Widerrufsfrist von 14 Tagen, für den konkreten Fristbeginn gelten aber je nach Vertragsart zusätzliche Vorschriften. Bei einem Verbrauchsgüterkauf kann insbesondere der Erhalt der Ware maßgeblich sein.

Habe ich bei einem Kauf im Ladengeschäft automatisch 14 Tage Widerrufsrecht?

Ein gewöhnlicher Kauf unmittelbar in einem Ladengeschäft fällt nicht allein wegen eines späteren Meinungswechsels unter das typische Widerrufsrecht für Fernabsatzverträge oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossene Verträge. Freiwillige Rückgabe- oder Umtauschmöglichkeiten eines Händlers sind davon zu unterscheiden.

Was passiert, wenn ich keine Widerrufsbelehrung erhalten habe?

Bei den hier erfassten Fernabsatz- und Außergeschäftsraumverträgen beginnt die Widerrufsfrist grundsätzlich nicht, bevor die erforderliche Information über das Widerrufsrecht erfolgt ist. Für das späteste Erlöschen und für besondere Vertragsarten enthält § 356 BGB zusätzliche Regeln.

Kann das Widerrufsrecht bei personalisierten Waren ausgeschlossen sein?

Ja. § 312g BGB enthält unter anderem eine Ausnahme für nicht vorgefertigte Waren, bei denen eine individuelle Auswahl oder Bestimmung des Verbrauchers maßgeblich ist oder die eindeutig auf persönliche Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Kann ein Widerrufsrecht bei einer Dienstleistung vorzeitig erlöschen?

Unter den gesetzlichen Voraussetzungen kann dies der Fall sein. Bei entgeltlichen Dienstleistungen sind insbesondere vollständige Erbringung, eine ausdrückliche Zustimmung zum vorzeitigen Beginn und die bestätigte Kenntnis vom möglichen Erlöschen relevant.

Reicht eine eindeutige Erklärung für den Widerruf?

§ 355 BGB verlangt eine Erklärung gegenüber dem Unternehmer, aus der der Entschluss zum Widerruf eindeutig hervorgeht. Eine Begründung ist grundsätzlich nicht erforderlich. Für die Fristwahrung ist die rechtzeitige Absendung relevant.

Ist die Ampel-Auswertung eine Rechtsberatung?

Nein. Der Checker bietet eine automatisierte Orientierung anhand typischer gesetzlicher Merkmale. Vertragstext, besondere Vereinbarungen, spezielle gesetzliche Vorschriften und der konkrete Sachverhalt können zu einer abweichenden rechtlichen Bewertung führen.

Datenschutzfreundliche Nutzung ohne Upload

Für diesen Checker müssen keine Verträge, Rechnungen, Bilder oder sonstigen Dokumente hochgeladen werden. Auch Namen, Anschriften, E-Mail-Adressen oder Vertragsnummern sind für die Berechnung nicht erforderlich.

Die für das Tool vorgesehene Berechnungslogik arbeitet ausschließlich mit den im Browser ausgewählten Kategorien und Datumsangaben. Es sind keine externen APIs oder externen Analyse-Dienste für die Tool-Funktion erforderlich.

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