Die wichtigsten Tipps zum Handyvertrag

Die wichtigsten Infos und Tipps rund um den Handyvertrag 

Während das Handy vor etwa 15 Jahren noch zu den besonderen Luxusartikeln gehörte und in erster Linie von Geschäftsleuten genutzt wurde, gibt es heute kaum noch jemanden, der nicht mindestens ein Handy sein eigen nennt.

Menschen, die telefonierend durch die Fußgängerzone gehen, im Café noch schnell eine Kurznachricht schreiben oder die Wartezeit auf Bus und Bahn mit einem kleinen Spiel oder einem kurzen Ausflug ins Internet überbrücken, gehören zum alltäglichen Bild. Handys gibt es dabei in unzähligen Varianten, vom einfachen und funktionalen Mobiltelefon bis hin zum intelligenten Designergerät mit integriertem Multimediapaket. 

Zudem bieten die Hersteller Handys an, die den individuellen Bedürfnissen gerecht werden, darunter auch Handys für Kinder oder Senioren. Ebenso vielfältig wie die Auswahl an Handys ist mittlerweile dann auch die Auswahl an möglichen Tarifen. Gerade dieses große Angebot auf dem hart umkämpften Mobilfunkmarkt führt aber recht schnell dazu, dass es schwerfällt, den Überblick zu behalten und den tatsächlich passenden Tarif für sich zu finden. Grundsätzlich gilt beim Handyvertrag, wie bei allen anderen Verträgen auch, dass er sehr genau und sorgfältig gelesen werden möchte.

Welche Punkte bei einem Neuabschluss außerdem bedacht werden sollten, fasst die folgende Übersicht mit den wichtigsten Infos und Tipps rund um den Handyvertrag zusammen: 

1. Den Bedarf und das Telefonverhalten analysieren.

Die Analyse des Bedarfs und des eigenen Telefonverhaltens bestimmt maßgeblich darüber, welcher Tarif am besten geeignet ist. Es geht dabei darum, herauszufinden, wie das Handy überhaupt genutzt wird. Wichtige Kriterien in diesem Zusammenhang sind die Anzahl der vertelefonierten Minuten pro Tag und die durchschnittliche Anzahl der SMS und MMS, die verschickt werden.

Hinzu kommt die Frage, zu welchen Zeiten das Handy überwiegend genutzt wird und in welche Netze dabei telefoniert wird. Außerdem spielt eine Rolle, ob mit dem Handy auch im Internet gesurft wird oder ob nicht. Anhand dieser Kriterien kann dann ein geeigneter Tarif ausgewählt werden. Wer beispielsweise viel telefoniert, aber kaum SMS verschickt und nicht online geht, ist mit einer Flatrate gut beraten, die sich rein auf die Gesprächsminuten bezieht.

Wer hingegen hauptsächlich SMS schreibt, kann ein entsprechendes Paket oder ebenfalls eine Flatrate buchen. Ähnliches gilt, wenn das Handy auch für das Surfen im Internet genutzt wird, denn auch hierfür werden inzwischen unterschiedlich große Datenpakete angeboten, durch die die Kosten im Rahmen bleiben.Innerhalb Europas gibt es gesetzliche Regelungen zu den Kosten für Telefonate und das Verschicken von Nachrichten.

Auf diese Weise soll sichergestellt sein, dass Verbraucher vor übertrieben hohen Kosten geschützt sind. Wer oft im Ausland unterwegs ist oder häufig Kontakt mit ausländischen Gesprächspartnern hat, ist aber dennoch gut beraten, das Ausland als Tarifoption dazuzubuchen. Mittlerweile sind die Kosten innerhalb Europas zwar nicht mehr ganz so hoch, wie dies noch vor einiger Zeit der Fall war, die Auslandsoption ist aber trotzdem meist die deutlich kostengünstigere Variante.  

2. Das richtige Netz auswählen.

Bei der Auswahl des Netzes spielen zwei Faktoren eine Rolle. Zum einen sind dies die Gesprächspartner, mit denen am häufigsten telefoniert wird. Nutzen diese alle oder zum größten Teil das gleiche Netz, ist es sinnvoll, sich ebenfalls für dieses Netz zu entscheiden. Netzinterne Telefonate sind nämlich in aller Regel deutlich günstiger als Gespräche in andere Netze, bei einigen Anbietern können bestimmte Rufnummern innerhalb des eigenen Netzes sogar kostenfrei angerufen werden.

Der andere wichtige Faktor ist die Netzabdeckung. In Großstädten und Ballungsgebieten stehen zwar üblicherweise alle Netze zur Verfügung, in Randgebieten und ländlichen Regionen hingegen kann dies schon ganz anders aussehen.

Auf den Webseiten nahezu aller Anbieter kann ermittelt werden, ob und in welcher Empfangsstärke die Netzabdeckung am jeweiligen Ort gegeben ist. Dies ist insofern auch ratsam, als dass die vorzeitige Kündigung eines Handyvertrages wegen fehlender Netzabdeckung in aller Regel ausgeschlossen ist. 

3. Die Rufnummer mitnehmen.

Es kann schon mit recht viel Aufwand verbunden sein, die Handynummer zu wechseln. Schließlich müssen alle Freunde, Bekannte und Geschäftspartner informiert werden und auch die Visitenkarten, das Briefpapier und allerlei andere Unterlagen erfordern eine Überarbeitung.

Hinzu kommt, dass die neue Nummer auswendig gelernt und darauf geachtet werden muss, nicht aus alter Gewohnheit die bisherige Rufnummer weiterzugeben. Deutlich komfortabler ist es daher, wenn die Rufnummer einfach zum neuen Anbieter mitgenommen wird. Dies ist problemlos und mittlerweile in vielen Fällen auch kostenlos möglich.

Erhebt der bisherige Anbieter nach wie vor eine Gebühr für die sogenannte Rufnummernportierung, kann diese bis zu 35 Euro betragen. In diesem Fall lohnt sich aber die Nachfrage beim neuen Anbieter, denn nicht selten erstattet dieser die Gebühr in Form von Guthaben.  

4. Das alte Handy behalten.

In den meisten Fällen werden Handyverträge zusammen mit einem neuen Handy angeboten. Wer jedoch ein Handy hat, das funktionsfähig ist, seinen Bedürfnissen entspricht und das er eigentlich auch gerne behalten möchte, kann einen Handyvertrag ohne neues Endgerät abschließen und auf diese Weise meist ordentlich Geld sparen.

Soll es zum neuen Vertrag auch ein neues Handy sein, gibt es mehrere Möglichkeiten. Subventionierte Handys können üblicherweise für sehr kleines Geld zusammen mit dem Vertrag erworben werden, teils sind sie sogar kostenlos.

Eine andere Variante ist die sogenannte Endgerätmiete, bei der der Vertragsinhaber das Handy während der Vertragslaufzeit mietet und es danach entweder zurückgeben oder gegen eine Gebühr kaufen kann. Grundsätzlich lohnt es sich hier aber, nachzurechnen. Handyverträge mit Endgerät laufen in aller Regel über 24 Monate. In einigen Fällen sind die Kosten, die für den 2-Jahres-Vertrag mit Handy entstehen, deutlich höher, als wenn das Handy regulär und der Vertrag ohne Handy abgeschlossen wird. 

5. Die Form der Rechnung

Für die Rechnung gibt es zwei mögliche Varianten. So kann die Rechnung entweder klassisch per Post zugestellt oder online abgerufen werden. Auf dem Postweg ist die Rechnung länger unterwegs und hierfür werden in aller Regel zusätzliche Gebühren erhoben, die noch etwas höher ausfallen, wenn auch ein Einzelverbindungsnachweis gebucht wird.

Andererseits können die Rechnungen abgeheftet und auch nach Jahren noch begutachtet werden. Rechnungen online verursachen keine Kosten und werden schneller zugestellt. Allerdings könnten sie versehentlich gelöscht werden oder bei Computerproblemen für immer verschwunden sein. 

6. Der Vertragsabschluss

Ein Handyvertrag kann entweder im Shop des Anbieters oder online abgeschlossen werden. Im Shop wird der Kunde beraten, kann sich verschiedene Handys anschauen, sie ausprobieren und die Vertragsunterlagen samt Endgerät sofort mitnehmen. Nachteilig ist aber, dass im Shop oft nur die regulären Tarife angeboten werden.

Bei einem Online-Abschluss hingegen werden in den meisten Fällen Vergünstigungen oder Rabatte angeboten, zudem gibt es hier oft spezielle Online-Aktionsangebote. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das Gesetz für Onlineverträge ein 14tägiges Widerrufsrecht vorsieht.

Bei einem Handyvertrag, der im Shop abgeschlossen wird, gibt es ein solches Widerrufsrecht nicht. Nachteilig bei einem Online-Abschluss ist aber, dass es einige Tage dauern kann, bis die Vertragsunterlagen und das Endgerät eintreffen und zudem teilweise auch Versandgebühren in Rechnung gestellt werden.

Weiterführende Vertragsmuster, Vorlagen und Ratgeber:

 

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